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Wir halten zusammen – mal wieder!

Auch mein Blog brauchte mal eine Sommerpause hab ich beschlossen. Die ist nun vorbei und ich werde mich bemühen auch mal wieder öfters hier was zu schreiben.


In diesen Tagen gibt es ja kaum ein anderes Thema als die sogenannte Flüchtlingskrise. Mehr und mehr Menschen fliehen aus ihren Heimatländern u.a. nach Deutschland. Und die Diskussion über die Regelung dieser großen Zuwanderung reißt nicht ab. Viele Regionen Deutschlands haben es immer schwerer dies zu bewältigen. Doch wie auch in anderen Situationen sticht das Wendland da wieder heraus.

Keine Frage, ich will nicht sagen, dass hier alles tiptop perfekt läuft. Aber: es ist mal wieder erstaunlich, wie schnell Helfer zusammen kamen, um Unterstützung zu leisten! Es ist egal, ob es um Castor-Transporte, Hochwasser oder eben den Zustrom an Flüchtlingen geht. Wenn es ein Problem gibt, wird schnell in der Gemeinschaft eine Lösung gefunden. Man merkt immer wieder, dass da auch die sozialen Netzwerke eine Rolle spielen. Auf Facebook hat sich z.B. eine Gruppe gebildet, in der verschiedene Dinge schnell geklärt werden, beispielweise ob noch irgendwo was an Kleidung gebraucht wird oder ob in den einzelnen Erstaufnahmelagern noch Helfer gebraucht werden.

Wo wir auch beim Thema wären. Die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer leisten einfach Großartiges. Die Meisten gehen acht Stunden am Tag arbeiten und opfern danach noch ihre Freizeit, um in den hiesigen Erstaufnahmelagern in Dannenberg, Lüchow und Woltersdorf den Johannitern und DRK unter die Arme zu greifen.  Ich selbst war (leider nur) einen Tag auch in Dannenberg vor Ort und habe geholfen, Kleider zu sortieren, die daraufhin an die Flüchtlinge verteilt wurden. Ich hätte gern noch länger geholfen, leider war es mir zeitlich nicht möglich. Aber an diesem einen Tag hatte ich einen sehr guten Eindruck wie gut durchorganisiert das Ganze ist!

An dieser Stelle ein dickes DANKESCHÖN an alle Helfer!

So, und da zu dem Thema sowieso schon jeder Hans und Franz seine Meinung kundgetan hat, werde ich nun auch mal meinen Senf dazu abgeben.

Leute, wie die Anhänger von PEGIDA, diese typischen „Ich bin ja kein Nazi, aber“-Leute sind einfach nur traurig. Diese Leute sind nicht besorgt, sie sind einfach nur dumm. Natürlich darf man in dieser Zeit auch seine Sorgen bekunden, aber doch bitte in einer humanen Weise. Diese Menschen, die rumheulen, dass die Flüchtlinge ja ach so viel Geld kriegen und die Deutschen Bürger mal wieder nichts abbekommen… Das klingt für mich dann immer wie ein kleines Kind, dass sauer ist, weil ein anderes Kind ein tolles Spielzeug bekommen hat und er nicht.

Was das Kind und der „besorgte Bürger“ noch gemeinsam haben: sie informieren sich nicht. Sie haben irgendwo irgendwelche Daten aufgeschnappt, die sie dann auch gleich weiterverbreiten. Dem Kind verzeih ich das aber noch eher als dem sogenannten „besorgten Bürger“.

Also, wenn ihr jetzt ein schlechtes Gewissen habt, schaut regelmäßig auf der Internetseite des Landkreises zu diesem Thema vorbei und tretet in die Wendland-Humanity-Facebook-Gruppe ein!

Das wars für dieses Mal. Tschüßli, Müsli!


 

Titelbild: wendland-net.de

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