Ab nach Breese!

So, nachdem ich vor einigen Tagen den Audio-Beitrag für meinen Blog hochgeladen habe, kommt nun auch der studiumsbedingte Video-Beitrag. Einfallslos hoch 10, aber besser als gar nichts. So seht ihr nun eine wilde Autofahrt entlang der B191 in Richtung Breese in der Marsch-City! Viel Spaß dabei ;)

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Mal was für die Ohren!

Wie ihr wisst, mache ich diesen Blog u.a. wegen meines Studiums. Und wir haben die Vorgabe, in unserem Blog mindestens eine Bild-Datei, eine Audio-Datei und eine Video-Datei zu veröffentlichen. Naja, Bilder gibts hier denk ich mal schon sehr viele. Deshalb kommen wir heute zu den gewünschten Audio-Dateien.

Ich habe meine Freunde Jörn und Marie gefragt, was ihrer Meinung nach das Wendland so besonders macht und wo ihr Lieblingsplatz im Wendland liegt (sofern sie einen haben). Das ganze zum Anhören gibt es hier:

MARIE

Hier seht ihr Maries Lieblingsort: idyllische Kulisse mit Feld und Teich in Dolgow!

Foto: Marie Scholz

 


JÖRN

Hier seht ihr Jörns Lieblingsplatz: den Thurauer Berg!

Foto: Jörn Zahlmann
Foto: Jörn Zahlmann

 


Meine Engelsstimme will ich euch für heute noch vorenthalten. Aber auch meinen Lieblingsplatz verrate ich euch gerne!

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Die Elbe (hier in Damnatz)! Egal ob zum Baden oder einfach nur zum rumliegen ist es der perfekte Ort! Zugegeben, die Elbe gibt es nicht nur im Wendland, aber hier ist sie für mich nun mal fast direkt vor der Haustür ;)

Hinzu kommen die vielen Aussichtspunkte. Beispielsweise die Aussichtstürme bei Grippel (siehe Beitragsbild oben) und Brünkendorf auf dem Höhbeck. Auch vom Weinberg in Hitzacker hat man eine gute Aussicht über die Elbe und sieht sogar einen Teil vom gegenüberliegenden Elbufer im Amt Neuhaus, wie ihr am folgenden Bild erkennen könnt.

20130908_154939Richtig festlegen kann ich mich denk ich gar nicht :)

Lass die Musik an!

Nachdem sich mein zweiwöchiger Heimaturlaub mit gefühlt 50 kg mehr auf den Rippen dem Ende zuneigt, möchte ich euch heute den wohl größten Exportschlager des Wendlands neben Voelkel-Säften und Grocholl-Kartoffel-Produkten vorstellen: MADSEN!

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Und hier ist der Name Programm. Denn der Bandname ist auch gleichzeitig der Nachname von drei der fünf Gründungsmitglieder. Die drei Brüder Johannes, Sascha und Sebastian gründeten zusammen mit Niko Maurer (oft auch als „Niko Maurer Sex Machine“ angekündigt) und Folkert „Folli“ Jahnke die Band. Folli verließ 2009 die Band, ist allerdings bei Live-Auftritten trotzdem noch teilweise zu sehen.

Als Madsen sind die Jungs seit 2004 unterwegs, vorher waren sie auch schon unter den Namen Ganz Klar!, Alice’s Gun und Hoerstuatz bekannt.

Während Madsen anfangs nur lokale und regionale Auftritte hatten und eher nur im Wendland bekannt waren, gehen sie mittlerweile regelmäßig auf Tour und spielen auf hochkarätigen Festivals wie Rock am Ring, Rock im Park oder Hurricane (um nur ein paar zu nennen). Ab und zu geben sie tatsächlich auch mal Konzerte im Wendland, das letzte ist leider bereits zwei Jahre her.

Zugegeben, ich bin kein Fan der ersten Stunde. Aber als ich im April 2011 auf eins der oben genannten Heimat-Konzerte ins Verdo in Hitzacker gegangen bin, war es um mich geschehen. Live sind sie einfach zu geil, als dass man sie nicht mögen könnte.

Vorher kannte ich die Jungs eigentlich nur ,weil sie aus dem Landkreis kommen. Denn manche ihrer Texte beziehen sich auch auf das Wendland und die Situation um Gorleben. So ist z.B. das Lied „Du schreibst Geschichte“ quasi schon als Hymne für den Widerstand gegen das Atommülllager Gorleben anzusehen.

 

Auch gegen Nazis engagieren sie sich. Es ist gar nicht mal so lange her, da hat die Bevölkerungsgruppe, die nicht allzu beliebt ist, jedoch u.a. das oben schon erwähnte Lied dazu benutzt ihre sinnfreien Parolen zu verbreiten. Den Bericht der taz findet ihr hier. Die Band hat hierzu auf Facebook ebenfalls Stellung bezogen.

Mittlerweile gibt es die Band nun seit 10 Jahren und hierzu wurde im Juni 2014 ein Live-Album veröffentlicht. Zwischen den ganzen Festivals gingen die Jungs dazu auf Clubtour. Dort kündigten sie auch ein weiteres Album für 2015 an, auf das ich mich jetzt schon wie ein Flitzebogen freue.

Bimmelbahn adé

Bevor ich euch noch den Rest des Wendlandes präsentiere, will ich heute doch noch mal wieder was aus Dannenberg berichten :)

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„RB32 Richtung Lüneburg-Westseite, herzlich willkommen in der neuen erixx-Wendlandbahn…“

…lautet die Durchsage, die ertönt, wenn die neue erixx-Bahn ihre Fahrt von Dannenberg in Richtung Lüneburg beginnt. Seit 14. Dezember 2014, also seit genau einer Woche, fährt nun die neue Bahn auf dieser Strecke und auch seit diesem Tag ist die komplette Bahnstrecke Lüneburg-Dannenberg in den Hamburger Verkehrsverbund (HVV) integriert. Es gilt nun also auch der HVV-Tarif – vorher galt dieser nur bis Göhrde und es mussten für die letzten drei Stationen (Leitstade, Hitzacker, Dannenberg Ost) Tickets der Deutschen Bahn gekauft werden.

So sah zumindest die Theorie aus.

Denn Automaten gab es bisher auf dieser Strecke nicht und auch der Dannenberger Bahnhof, in dem man Tickets hätte kaufen können, hat immer ziemlich zeitig geschlossen. Das hat jetzt ein Ende – an allen Stationen sind nun Fahrkartenautomaten installiert. Das ermöglicht einem, dass man z.B. ein Tagesticket für den gesamten HVV-Bereich bereits in Dannenberg kaufen kann. Zwar funktionieren diese Automaten irgendwie noch nicht, aber naja, aller Anfang ist schwer…

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So fährt nun auf dieser Strecke, die sonst bundesweit nur als Castor-Strecke bekannt war, nach gefühlt 1000 Jahren endlich auch ein neuer Zug. Nun wird die Strecke nicht mehr von der Deutschen Bahn, sondern von erixx bedient, einem privaten Bahnunternehmen, das auch schon Strecken in der Lüneburger Heide, im Harz und in der Region Braunschweig befährt.

Der neue Zug sieht nicht nur schicker aus, sondern hat auch Fahrplanauskunft und, ja man glaubt es kaum, Steckdosen! :D

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Wer mal wissen möchte, wie es vorher aussah – einmal hier und hier entlang!

Aber wie das im Wendland so ist, auch hier werden bei Neuem grundsätzlich erstmal Gründe zum meckern gesucht…

  • Der Fahrplan hat sich nicht geändert, der Zug fährt ja immer noch nur im 3-Stunden-Takt.
  • Der Zug fährt immer noch genauso langsam.
  • In der neuen Bahn gilt Alkoholverbot, in der alten Bahn konnte man auf dem Weg zum Kiez vorher noch vorglühen. ;)
  • Fahrkartenautomaten funktionieren noch nicht.

Meine Meinung: Tatsächlich hat sich bei den Fahrzeiten noch nichts geändert. Aber das kann es so schnell auch noch gar nicht. Dass die Bahn immernoch nur im 3-Stunden-Takt fahrt, liegt allerdings an dem Zustand der Strecke. Die Bahnübergänge sind größtenteils nicht mit Schranken versehen, deshalb ist immernoch nur eine Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h möglich. Aber das muss ja nun nicht für immer so bleiben. Es wird vermutlich nicht ohne Grund so viel in diese Strecke investiert worden sein, damit sich trotzdem nichts verbessert. Entscheidend wird jetzt vor allem die Nachfrage sein.

Und das mit den Automaten wird wohl denke ich auch recht bald behoben sein!

Ich finde, man sollte grundsätzlich zufrieden sein mit dem, was man nun hat. Denn diese neue Bahn und die Aufnahme der Strecke bis Dannenberg in den HVV ist schon ein enormer Fortschritt! Und dabei muss es ja nicht bleiben.

Für viele andere Themen und Probleme werden ja sonst auch fleißig Bürgerinitiativen gegründet. Also vielleicht sollte man auch hier selbst aktiv werden und sich für den Ausbau der Strecke bzw. allgemein für den Ausbau des öffentlichen Nah- und Fernverkehrs im Wendland einsetzen. Da gibt es z.B. den Fahrgastrat Wendland, der sich u.a. auch für die Reaktivierung der Strecke von Dannenberg nach Salzwedel weiter bis nach Wolfsburg einsetzt.

Denn die Tatsache, dass die Bahnstrecke Lüneburg-Dannenberg nun auch im HVVist, haben wir u.a. Unterschriftenlisten zu verdanken, die sich dafür eingesetzt haben! Und so ist es nun möglich für 8,60 € vom Arsch der Welt zum Tor zur Welt zu reisen… HAHAHA ;)

 

 

Ein bisschen Kultur schadet nie…

Vermutlich haben 3/4 von euch bei dieser Überschrift diese Seite schon wieder geschlossen. Für die, die ich noch nicht verschreckt habe: Keine Angst, es hält sich in Grenzen!

Vor ein paar Wochen war ich in meiner Heimatstadt Dannenberg und Umgebung unterwegs und hab ein paar Bilder gemacht und will euch ein bisschen was zu diesen Bildern erzählen.

Über Weihnachten bin ich 2einhalb Wochen zuhause und werde dann auch den Rest des Wendlandes (nicht nur Dannenberg ;)) mal ein bisschen näher beleuchten.


IMG_4574Dieses Schild steht vor der Straßenbrücke über die Elbe in der Nähe von Dömitz. Die Elbe bildete hier vor der Wiedervereinigung gleichzeitig auch die Grenze zwischen BRD und DDR.

Diese Schilder, welche an die Wiedervereinigung bzw. die Situation, wie sie vorher war, erinnern sollen, stehen an jedem ehemaligen Grenzübergang z.B. auch an den ehemaligen Übergängen Lübbow-Salzwedel und Bergen (Dumme)-Salzwedel.

Das Besondere an dem Schild ist folgendes: Die Grenze war zwar ab dem 07.12.1989 geöffnet, die Elbbrücken (Bahn sowie Straße) sind jedoch im zweiten Weltkrieg durch einen Luftangriff zerstört worden. Somit war eine Überquerung der Elbe vorerst nur per Fähre möglich.

Die Eisenbahnbrücke (welche übrigens oben im Header zu sehen ist) ist leider bis heute noch nicht wieder instandgesetzt. Lediglich das Teilstück auf niedersächsischer Seite steht noch und wurde unter Denkmalschutz gestellt. Sie war Teil der Bahnstrecke Wittenberge-Lüneburg und gab einem so die Möglichkeit vom Wendland aus bis nach Hamburg oder Berlin mit dem Zug zu fahren. Versuche von verschiedenen Organisationen und Privatmenschen, die Brücke wieder instand zu setzen (zu lassen) sind leider bis jetzt gescheitert.

Die neue Straßenbrücke, die auf dem Bild im Hintergrund zu sehen  wurde neu erbaut und ist Ende Dezember 1992 eröffnet worden. Seitdem ist es möglich, vom Wendland bis nach Schwerin, Berlin oder hoch an die Ostsee zu fahren.


IMG_4579Das ist der Waldemarturm, er steht in Dannenberg auf dem Amtsberg. Früher stand dort eine ganze Burg. Diese wurde jedoch im Laufe der Zeit abgerissen.

Namensgeber für diesen Turm war König Waldemar II., der dort 1223 bis 1224 gefangen gehalten wurde.

Das hintere Gebäude beherbegt heute das Amtsgericht Dannenberg. Früher hatte dort u.a. die Kreisverwaltung ihren Sitz.

Der Waldemarturm ist zusammen mit der St.-Johannis-Kirche eins der Wahrzeichen von Dannenberg und sie prägen die Silhouette von Dannenberg.

Im Waldemarturm ist heutzutage ein Museum über die Elbtalaue und das Wendland. Ganz oben im Turm hat man eine richtig gute Aussicht  über Dannenberg. Und kurz vorm Waldemarturm sind auch die Dannenberger Eisdiele (Eiscafé del Pizzo) und das Einstein (1a Pizzabrot mit Käse überbacken ♥). Also auf jeden Fall einen Besuch wert!


IMG_4582Hier seht ihr das, wofür das Wendland wohl am Besten bekannt ist: den Widerstand gegen das Atommülllager Gorleben.

Dieser hat eine lange Vorgeschichte, die ich euch an geeigneter Stelle noch näher bringen möchte.

Auf dem Bild seht ihr u.a. ein X, das aus Gleisen gebildet wurde und auch auf zwei Gleisen steht. Das versinnbildlicht die Kunst der Wendländer, sich an Schienen festzuketten, auf denen die Castor-Behälter (also der Atommüll) ins Wendland gerollt kommen, um so das Ganze in die Länge zu ziehen (nein, ganz verhindern kann man den Transport leider trotzdem nicht).

Vielleicht kennen einige auch den Verladekran in Dannenberg (dort tummelt sich bei den Castor-Transporten immer die ganze Presse). Dort werden die Castor-Behälter auf LKWs umgeladen, um die letzten 25km bis zum Zwischenlager Gorleben auf der Straße zurückzulegen, wo sie dann in ein Gebäude verladen werden. Die meisten glauben fälschlicherweise, dass diese unterirdisch im Salzstock Gorleben gelagert werden. Nein, sie stehen „nur“ in einer Halle und warten darauf, dass  sie irgendwann mal in ein Atommüllendlager verlagert werden. Das ist aber ein anderes Thema…

Auf jeden Fall seht ihr auf dem Bild auch eine gelbe Beton-Pyramide. Auch diese ist ein gern gesehenes Mittel, um spontan den Transport zu blockieren. Entweder auf der Schiene (wie z.B. 2011 in Hitzacker) oder aber auf der Straße auf den oben genannten letzten 25km (wie z.B. 2008 in Grippel).

Im Hintergrund ist noch ein Wegweiser mit der entsprechenden Entfernung zu den bedeutsamsten Orten im Zusammenhang mit der Anti-Atomkraft-Bewegung (z.B. AKW Krümmel, Fukushima, Gorleben, Asse II).

Dieses Mahnmal steht in Dannenberg in der Nähe des Schlossgrabens.


So, das war’s für dieses Mal. Nächstes Mal gibt es, wie versprochen, auch Bilder aus dem Rest des Wendlands!

Das ist er nun – mein Blog

Herzlich Willkommen auf meinem Blog über das wunderschöne Wendland!

 

Falls ihr das Wendland tatsächlich noch nicht kennt, dann ist es gut, dass ihr hier gelandet seid.  Denn in diesem Blog will ich euch die schönen Ecken des Wendlands näher bringen, aber z.B. auch auf besondere Veranstaltungen hinweisen.

 

Warum ich diesen Blog erstellt habe? Das lest ihr hier!

 

So viel erstmal zu meinem ersten Beitrag. Kurz und knapp. Aber die nächsten Einträge werden definitiv länger! Ich hoffe, ich konnt euer Interesse schon wecken und ihr schaut wieder vorbei!

 

Bis bald, Simon