Wendland? Kann man das essen?

Eine berechtigte Frage! Nein, kann man im Prinzip nicht. Aber es gibt wendländische Hochzeitssuppe. Super lecker!

Spaß beiseite… Was ist das Wendland? Wikipedia beschreibt das Wendland als…

…eine Landschaft im Grenzbereich der heutigen Länder Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt. Sein Kern ist das Hannoversche Wendland im Landkreis Lüchow-Dannenberg in Niedersachsen.

Das trifft es auch eigentlich schon auf den Punkt. Der Landkreis Lüchow-Dannenberg wird umgangssprachlich oft einfach nur Wendland genannt. Es ist der östlichste Landkreis Niedersachsens und liegt im sogenannten Vier-Länder-Eck mit den vier oben genannten Bundesländern. Vor der Wiedervereinigung war dies für manche eher lästig, da der Landkreis im Zonenrandgebiet lag und man somit nur Richtung Westen in die nächstgrößeren Städte (z.B. Hannover oder Hamburg) kam. Mittlerweile kann man aber in alle möglichen Richtungen andere Orte außerhalb des Landkreises erreichen, vor allem in den neuen Bundesländern. Auch die Nähe zu Städten in den anliegenden Bundesländern bringt einem nun Vorteile. Sei es der Hafen in Dömitz oder der Baumkuchen in Salzwedel.

Auch bei der Herkunft des Namens zitiere ich einmal kurz Wikipedia:

Wendland ist keine altüberlieferte Gebietsbezeichnung. Der Begriff kam erst um 1700 auf, als ein Pfarrer aus Wustrow über die Sprache, Gewohnheiten, Bräuche und Sitten der polabischen Bewohner dieses Landstrichs berichtete. Er betrachtete die Bewohner in den Dannenbergischen Ämtern als Wenden und benannte danach das Gebiet als Wendland. Im Laufe der Zeit bürgerte sich der Name ein.

Wenn man es also genau nimmt, sind die Bewohner des Wendlandes Wenden. Wir bezeichnen uns aber eher als Wendländer.

Wo ist das Wendland?

© by Google Maps

Genau da! Mittendrin im nirgendwo ;) Sieht allerdings nur so aus, weil ich so weit rausgezoomt habe. Tatsächlich sind nächstgrößere Städte wie Hamburg, Wolfsburg oder Hannover in unmittelbarer Nähe.

Es gibt viele verschiedene Gesichtspunkte, die das Wendland so besonders machen. Zwei stechen daraus allerdings hervor:

  1. Die über die Grenzen des Landkreises bekannten Rundlingsdörfer, die vom Land Niedersachsen sogar für die Tentativliste für zukünftigte UNESCO-Welterbeanträge nominiert wurden. Die Initiative ist leider gescheitert, da sie letztlich auf der deutschen Vorschlagsliste nicht berücksichtigt wurden.
  2. Vielen ist das Wendland vermutlich leider nur deshalb bekannt, weil alle paar Jahre ein mit Atommüll beladener Zug ins Wendland rollt und die Medien gern darüber berichten, wenn viele Atomkraftgegnern dies zu verhindern versuchen. Spätestens wenn man das Wort Gorleben in den Mund nimmt, sagen viele „Ach, da wo der Castor hinkommt“. Zum Thema Atommülltransporte ins Wendland und ein eventuelles Atommüllendlager habe ich in einem entsprechenden Blogeintrag meinen Gedanken mal freien Lauf gelassen.
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Foto: Marie Scholz

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2 Kommentare zu „Wendland? Kann man das essen?“

  1. Wow, ich bin geografisch wohl nicht so gebildet. Das der Castor nach Gorleben rollt war mir ja bewusst, aber dass das im Wendland ist…puhhh. Ein bisschen gruselig ist das schon. Fühle mich jetzt aber schon viel gebildeter und freue mich auf weitere Einträge.

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  2. Schön. Das Wendland muss man vielleicht nicht kennen. Aber es gibt, man glaubt es kaum, wirklich Leute, die kennen das gelbe X nicht! Da war ich baff. Ansonsten: Leider bin ich erst heute auf den Blog gestoßen – dank sei den Ausbildern! Viele Grüße aus Berlin, Elvira

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